Rekrutierungsvideo für eine soziale Organisation – exemplarisch die Diakonie Bremen: Seit Mitte 2024 unterstütze ich die Besetzung von FSJ-Positionen mit fortlaufendem Video-Content.
Diakonie Bremen
Laufende Video-Content-Erstellung für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), 1–3 Posts pro Woche
Dieses Projekt stellt mich regelmäßig vor die Herausforderung, Jugendsprache zu verstehen, um sie anzuwenden. Oh man, fühl ich mich dadurch alt… 🥲
Alle Anbieter von FSJ-Stellen haben in den vergangenen Jahren zunehmend Schwierigkeiten, FSJ-Stellen zu besetzen. Dies zeigt, dass die Gewinnung von Fachkräften im sozialen Bereich durch Videoangebote immer wichtiger wird, da traditionelle Methoden nicht mehr ausreichen.
Heutzutage möchten viele junge Menschen ihr Studium zügig abschließen und schnell in den Beruf einsteigen – für viele erscheint ein „Zwischenjahr“ wie eine verlorene Zeit.
Das Spektrum der Interessierten hat sich jedoch erweitert: Es reicht von Jugendlichen aus schwierigen, oft zerrütteten Verhältnissen bis hin zu Abiturient:innen, die absichtlich eine Auszeit wollen oder zunächst ausprobieren möchten, ob ein sozialer Beruf zu ihnen passt. Hinzu kommt die geringe Vergütung, die der Gesetzgeber für das FSJ vorsieht – ein struktureller Nachteil, den ein Video allein nicht beheben kann.
Bei sozialen Trägern ist zudem oft wenig Budget für externe Unterstützung wie meine vorhanden. Trotzdem bin ich froh, dass die Zusammenarbeit zustande gekommen ist, da mir das Thema persönlich am Herzen liegt.
Seit Mitte des Jahres 2024 setze ich die fortlaufende Erstellung von Video-Content rund um das Thema Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) um.
Dabei gibt es 1 bis 3 Posts pro Woche, die authentisch und nah an der Zielgruppe zeigen, was ein FSJ bei der Diakonie Bremen wirklich bedeutet – ohne die üblichen Hochglanz-Floskeln, die bei Jugendlichen ohnehin nicht wirken.
Das hängt von deiner Zielgruppe ab, nicht von einer pauschalen Antwort. Bei B2B-Mittelstand mit Entscheider:innen als Zielgruppe ist LinkedIn oft der stärkste Hebel; bei sichtbaren, persönlichkeitsgetriebenen Marken funktioniert auch Instagram gut. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns das für dich konkret an.
Ich übernehme Strategie, Produktion und Auswertung komplett – du gibst Feedback, wenn du magst, musst es aber nicht. Natürlich gibt es verschiedene Touchpoints: 1x im´Monat komme ich zu dir ins Unternehmen und Drehe das Material. Das bedeutet vorher lege ich Themen fest, über die ein Verantwortlicher im Unternehmen drüberschaut und wenn alle Visuals fertig sind sowie die Texte, schaut der Verantwortliche nochmal drüber.
Warum? Ich kann mich bis zu einem gewissen Grad in Themen einlesen, passende Strukturen für alles schreiben, aber du/ihr seit die Experten. Damit das richtig rüberkommt, ist eine offene Kommunikation wichtig. Die Menge an Projektorganisation/ Kommunikation ist hier individuell vom Unternehmen und euren Strukturen abhängig. Alles kann, nichts muss 😉
Bei mir sprichst du direkt mit der Person, die auch dreht, schneidet und postet – ohne Agentur-Overhead und ohne Projektmanager:in dazwischen. Das macht die Zusammenarbeit persönlicher und meist auch günstiger als bei einer Agentur.
Das hängt vom Umfang und Menge ab – am ehrlichsten lässt sich das im kostenlosen Erstgespräch klären, 15 Minuten, unverbindlich. Aber als Richtwert kann ich sagen, dass kleine Social Media Pakete bei 1000€ netto anfangen.
Die ersten 3 Monate sind meistens gebunden, weil vorher nicht mit konkreten Ergebnissen zu rechnen ist. Die ersten Posts checken wir erstmal aus, was funktioniert und was nicht. Danach müssen wir erstmal füllen und nach den ersten 3 Monaten müssen Ergebnisse sichtbar sein. Danach läuft die Betreuung auf mtl. Basis weiter. Es gibt zum Einstieg die Möglichkeit eines Mini-Betreuungpaket, um zu schauen ob eine zusammenarbeit gut funktioniert und erste Ups in den Zahlen zu sehen sind. Normalerweise steigt als erstes die Reichweite im ersten Monat.
Ehrlich? Diese Sorge ist berechtigt, weil viele es schon mal probiert haben und dann wieder eingeschlafen sind. Bei einem Kunden sind die Videoaufrufe von durchschnittlich 5 auf über 250 pro Video gestiegen (klingt niedrig, ist bei YouTube Kanälen unter 50.000 Abonennten tatsächlich Durchschnitt), seit wir regelmäßig dranbleiben – nicht durch ein Wunder, sondern weil endlich jemand konsequent macht statt sporadisch zu posten. Und bei einem anderen Kunden sind die ausgeschriebenen Stellen seitdem jedes Jahr komplett besetzt. Kein Zauber, sondern regelmäßige Contenterstellung und Pflege der Community.
Ein professionelles Recruiting-Video kostet in Deutschland je nach Umfang zwischen etwa 1.500 € und 9.000 €; ein professioneller Drehtag liegt meist bei rund 2.000–7.500 €. Günstiger pro Clip wird es, wenn aus einem Drehtag mehrere Videos für Website und Social Media entstehen. Laufendes Social Recruiting kostet zusätzlich typischerweise 1.500–3.000 € pro Monat inklusive Werbebudget.
Video-Content erreicht junge Menschen dort, wo sie sich informieren: auf Instagram, TikTok und YouTube. Kurze, authentische Einblicke echter Freiwilliger erzeugen Vertrauen und mehr Bewerbungen als klassische Aushänge. In der Case Study Diakonie Bremen wurden durch laufende Video-Content-Erstellung die FSJ-Stellen seit Mitte 2024 jedes Jahr vollständig besetzt — wichtig, weil der Bundesfreiwilligendienst bundesweit von 41.871 (2017) auf 33.251 Teilnehmende (2025) zurückging.
Ja. In Sozialarbeit und Erziehung bestehen die größten Fachkräftelücken Deutschlands — 2023/2024 fehlten laut IW rund 18.325 Sozialarbeiter:innen und 21.013 Kräfte in der Kinderbetreuung. Klassische Jobbörsen reichen da oft nicht. Social-Media-Recruiting erreicht auch passiv Suchende und senkt den Cost-per-Hire spürbar; in der Pflege liegen die Kosten pro Bewerbung häufig bei nur 15–25 €. Entscheidend ist authentischer Content statt Hochglanz-Werbung.
Am besten funktionieren kurze, echte Mitarbeiter-Videos: „Tag-im-Leben“-Formate, ehrliche Team-Statements und Einblicke in den konkreten Arbeitsalltag — ohne Werbefloskeln und ohne Schauspieler. Authentizität schlägt Produktionsaufwand: Einrichtungen, die eigene Mitarbeitende als Gesichter einsetzen, erzielen deutlich höhere Klick- und Bewerbungsraten als solche mit generischen Imagebildern oder Stockfotos.
Erste Bewerbungen gehen bei gut aufgesetzten Social-Recruiting-Kampagnen meist innerhalb weniger Tage ein, sobald die Lernphase des Algorithmus abgeschlossen ist. Nachhaltige Wirkung entsteht durch laufende Content-Erstellung statt Einmal-Produktion: In der Case Study Diakonie Bremen sichert die kontinuierliche Video-Arbeit die vollständige Besetzung aller FSJ-Stellen Jahr für Jahr seit Mitte 2024.
Rebecca Emmeluth Video- & Social-Media-Freelancerin
Ich bin Video- und Social-Media-Freelancerin aus München und arbeite mit Kleinunternehmen, Personal Brands und sozialen Einrichtungen zusammen – für Unternehmer:innen, die für ihre Sache brennen! Außerdem bin ich Referentin für Social Media im BDG, Berufsverband Kommunikationsdesign.
Seit Mitte 2024 unterstütze ich die Diakonie Bremen dabei, FSJ-Stellen über laufenden Video-Content zu besetzen – mit messbarem Erfolg.
© 2026 All Rights Reserved.